Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger erklärte, eine hochgradig organisierte kriminelle Gruppe habe unbefugte Hardware-Implantate in seine Geräte eingebaut, um Nutzer‑Seedphrasen auszulesen. Die Angreifer kauften die Geräte, modifizierten sie mit Technologie, die sensible Daten erfassen kann, und schickten sie über Wiederverkäufer zurück in die Lieferkette, bevor die Kunden sie erhielten.
Der Blockchain-Ermittler Specter berichtete, dass aus betroffenen Wallets etwa $86 million abgezogen worden sei, doch Ledger bestätigte diese Gesamtverlustsumme nicht. Das Unternehmen betonte, dass seine internen Systeme, Chips und das Betriebssystem nicht kompromittiert wurden, und bezeichnete den Vorfall als einen Angriff auf den Vertriebskanal, nachdem die Geräte seinen Einflussbereich verlassen hatten.
Wichtige Fakten
- Eine organisierte Kriminalitätsgemeinschaft kaufte Ledger-Geräte und installierte Implantate, um Seedphrasen auszulesen, bevor sie die Geräte an Wiederverkäufer zurückgab.
- Der Blockchain-Ermittler Specter schätzt, dass rund $86 million von den Zielnutzern abgezogen wurde.
- Ledger bestätigte, dass ein betroffenes Gerät nach Kundenberichten in Südostasien ein unbefugtes Hardware-Implantat enthielt.
- Autorisierte Wiederverkäufer und Distributoren in Südostasien und Hongkong haben den Verkauf von Ledger-Produkten ausgesetzt.
- Ledger erklärte, während des Vorfalls seien weder sein Chip, noch sein Betriebssystem oder seine Server beeinträchtigt worden.
Warum das wichtig ist
Autorisierte Wiederverkäufer und Distributoren in Südostasien und Hongkong haben den Verkauf von Ledger-Geräten ausgesetzt, während das Unternehmen seine bislang größte Ermittlung durchführt.